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Landwirtschaft

in der Marktgemeinde Ruhstorf

Der Markt Ruhstorf wird zwar geprägt durch die großen Industriebetriebe, aber in den Außenbereichen wird intensive Landwirtschaft betrieben.

Gut 80 Landwirte (Haupt- und Nebenerwerb) bewirtschaften ca. 3680 ha Felder und Wiesen. Obwohl der Mais auf fast der Hälfte der Fläche angebaut wird, ist in unserer Gemeinde die Landschaft durch viele kleine Feldgehölze (meist an Bachläufen) und Bäume aufgelockert und abwechslungsreich.

An Getreide wird vor allem Winterweizen (ca. 1000 ha) sowieso Wintergerste (ca. 360 ha) gesät. Einige Betriebe bauen auch Zuckerrüben (ca. 70 ha) an. Außerdem finden sich noch Raps und Sojabohnen auf den Feldern. Da in unserem Gebiet die Rinder- und Schafhaltung nur von wenigen Bauern betrieben wird (jeweils ungefähr 10-15), gibt es verhältnismäßig wenig Wiesen und Weiden, insgesamt etwa 300 ha.

Die Viehhaltung im Unteren Rottal wird von Zucht- und Mastschweinbetrieben geprägt. Circa 50 Betriebe haben Mastschweine in den Ställen, mit durchschnittlich 500 Plätzen.

Außerdem gibt es 20 Zuchtsauhalter, die ihre Ferkel teils selber mästen oder mit 30 kg verkaufen. Diese Betriebe haben eine durchschnittliche Größe von 70 Zuchtsauen.

Zu diesen Schweinebetrieben passt auch der viele angebaute Körnermais, da er die Futtergrundlage für die Schweinemast ist. Dazu kommt noch, dass der Ertrag von Mais gegenüber Getreide in unserer Gegend klimatisch bedingt um circa ein Drittel höher ist.

Der Strukturwandel ergibt immer weniger Landwirte. Die dadurch neu entstehenden Pachtflächen lassen die übrigen Betriebe immer mehr wachsen.

Da die Höfe aber Familienbetriebe oder höchstens Ausbildungsbetriebe sind, ist ihre Größe durch die Arbeitskraft-Stundengrenze beschränkt. Durch die Preispolitik der EU, die für die Landwirtschaft als einzigen Wirtschaftszweig einen gemeinsamen Markt geschaffen hat, sind die landwirtschaftlichen Betriebe aber gezwungen, immer mehr oder „immer größer“ zu produzieren um einigermaßen Gewinn erwirtschaften zu können. Für die Verbraucher in Deutschland bedeutet dies sehr niedrige Lebensmittelpreise (ca. 12 % vom Einkommen) bei sehr hohem Qualitätsstandards. Für die kleinen und mittelgroßen Betriebe in unserer Gegend bedeutet dies aber eine ungewisse Zukunft.