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2016

FU kühlt“ Sommerhitze mit Erdbeer-Eis

„Heiß auf Eis“: Weil manchen betagteren Mitbürgern gegenwärtig unter praller Sommerhitze der (Fuß-)Weg von der Senioren- und zugleich Pflegeresidenz ins Marktzentrum viel zu beschwerlich erscheint, spielte die Ruhstorfer Frauen Union im „Haus Sonnengarten“ kurzerhand selbst „mobilen Eis-Service“. Aus Tiefkühl-Boxen servierten die FU-Beirätinnen (v.l.) Hildegard Marks, Ursel Kochanowski, Margit Herfellner (Piesting), Renate Mörtlbauer, Bärbel Schafhauser (beide Schmidham) sowie Markträtin Maria Hatz begleitet von Pflegebetreuerin Ursula Reimann zusammen mit FU-Ortsvorsitzender Roswitha Nöbauer (Leopoldsruh) und Schatzmeisterin Wiltrud Mora Hausbewohnern sowie Pflegegästen erfrischende Vanille-Erdbeer-Schoko-Becher aus der „Markt-Gelateria San Marco“ zur willkommenen Abkühlung bei tropischen Hitzegraden. – nö/Foto: Nöbauer

Info-Fahrt nach Kroatien 2016

Eine erlebnisreiche Woche erlebten mehr als 30 Personen an der Adria. Auf dem Reiseprogramm standen auch die Inseln Krk, Rab und Cres sowie Opatija. Die Villa Margaret in Malinska-Porat war die Unterkunft mit einer überaus hervorragenden Küche, exzellent und lecker. Man möchte es nicht glauben, aber die kleinste Gasse der Welt misst nur 45 cm und ist in Vrnik. Sehr beeindruckend für die Teilnehmer war der große Blumen-, Fleisch- und Fischmarkt in Rijeka.
Für 2017 ist eine Info-Tour nach Holland geplant. Infos hierzu werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Polit-Profi Manfred Weber auch als Gitarrist gut drauf

Ruhstorfer Begegnungen: EU-Parlamentarier erläutert Gästen Gegenwarts-Problematik aus erster Hand – Spontan-Auftritt mit der „Grenzlandler Musi“
Ruhstorf.
Viel beklatschter Überraschungs-Effekt bei den traditionellen „Ruhstorfer Begegnungen“ des gastgebenden CSU-Ortsverbandes: Der renommierte Polit-Profi Manfred Weber präsentierte und kommentierte nicht nur hochbrisante Gegenwarts-Themen eloquent und konsequent aus erster europäischer Parlamentarier-Hand, sondern erntete darüber hinaus auch als „Leasing-Gitarrist“ der Grenzlandler Musi von der großen Gästeschar kräftigen Beifall.
In seinen Kelheimer Jugendjahren geraume Zeit Band-Mitglied der damals führenden Tanzkapelle „Peanuts“, betrieb MdEP Manfred Weber im Autohaus Schuster als Hauptreferent keineswegs „politische Erbsen-Zählerei“ wie der (frei übersetzte) Name seiner einstigen Musikgruppe, sondern analysierte und interpretierte topaktuelle regionale wie nationale und globale Brennpunkte, Krisen und Auseinandersetzungen sowohl aus gesamteuropäischer als auch niederbayerischer Sicht. Seine „Hoamat-Verbundenheit“ dokumentierte Weber schließlich (anstelle von Simon Kollmeier) beim gelungenen Spontan-Auftritt mit Alois Kollmeier (beide Ruhstorf/Harmonika) und Johanna Freudenstein (Kontrabass/Würding).
„In den beiden Vorjahren Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Finanzminister Markus Söder, heuer Fraktions-Vorsitzender Manfred Weber von der Europäischen Volks-Partei (EVP) als größer Polit-Gruppierung im Brüsseler EU-Parlament: Die Ruhstorfer Begegnungen finden über hiesige Markt- und sogar Parteigrenzen großen Anklang“, betrachtete CSU-Ortsvorsitzende Roswitha Nöbauer (Leopoldsruh) auch gegenüber Altlandrat Hanns Dorfner (Bach), stv. Landrätin Gerlinde Kaupa, den Bürgermeistern Robert Stiglmayr (Tettenweis), Stephan Dorn (Neuhaus am Inn) und Manfred Baumgartner (Pocking), Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer (Döfreuth/neuerdings stellvertretende Landesvorsitzende Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft), Kreisrat Hans Danner (Niederreutern), Gaudianer-Präsident Michael Hisch junior mit Amtsvorgänger Jürgen Marks, zahlreichen Marktrats-Kollegen, Mitgliedern der Frauen-, Jungen- und Senioren Union, Repräsentanten des Bauernverbandes sowie der Aktivgruppe „Mia Ruastorfer“ die starke Besucher-Resonanz als „Bestätigung für eines zugkräftigen Info-Treffs über Wirtschaft und Politik“.
„Auf den Ruhstorfer Begegnungen  sprechen Politiker, die bei führenden Gremien auch wirklich etwas zu sagen haben“, bescheinigte gleichermaßen Bürgermeister Andreas Jakob dem „Bürger-Gespräch erstklassigen Aussage-Charakter darüber, wohin künftig beispielsweise der Weg in Bayern und Europa“ führe. Direkt eingebunden in die Flüchtlings-Problematik werde nach Aussage Jakobs die Marktgemeinde Ruhstorf bereits in wenigen Wochen durch rund 80 Asyl-Bewerber in der dafür eigens geschaffenen Gemeinschafts-Unterkunft.
„Zunächst die Euro-, jetzt die Flüchtlingskrise: Wir leben in einer Zeit, in der es politisch mit aller Ernsthaftigkeit um etwas Wichtiges für die Bürgerschaft direkt vor Ort und in zahlreichen Nationen um uns herum geht“, mahnte MdEP Manfred Weber angesichts vielfältiger kriegerischer Auseinandersetzungen im näheren Osten, aber auch gar nicht so weit entfernten Schwarzmeer-Gebiet durch eine „allseits spürbare Instabilität zu besonnener Orientierung und gebotener Sachlichkeit“.
„Wenn heutzutage zur Erstaufnahme riesiger Flüchtlings-Kontingente quer durch Europa positive TV-Bilder einer demonstrierten Willkommens-Kultur rüberkommen, stammen die (Fernseh-)Berichte größtenteils aus dem Raum Passau“, zollte der EU-Parlamentarier hunderten freiwilligen Helfern und dutzenden beteiligten Hilfsorganisationen „Dank und Anerkennung“. Angesichts eines unkontrollierten Zustroms Hunderttausender muss es jedoch der Christlich Sozialen Union als bundesweit einziger demokratischer Partei erlaubt sein, ganz pragmatisch nationale Grenzen zu thematisieren, um eine Bevölkerungs-Balance zu garantieren“, sprach der stellvertretende CSU-Landesvorsitzende diesbezüglich „Seehofer-Klartext“.
 „Weltweit aktuell rund 60 Millionen Menschen irgendwo auf der Flucht und in libanesischen Schulen mehr syrische Flüchtlings- als eigene Kinder: Europa darf bei konkreten Abwanderungs- und Zuzugs-Situationen nicht wegschauen, sondern muss einen Mittelweg zwischen leistbarer Hilfsbereitschaft und Humanität finden“, gab Weber „relevante Ziele“ vor. Den unmittelbar bevorstehenden „EU-Gipfel mit der Türkei“ deklarierte der EVP-„Chef“ vor allem auch deswegen als „Schlüssel-Tag für Europa, weil bei den dabei behandelnden schwierigen Flüchtlings- und Grenzfragen vieles zu Bruch“ gehen könne.
„Export-Quote für Agrar-Produkte im ländliche strukturierten Niederbayern rund 50 Prozent mit doppelt so hoher Milch- und Käseproduktion als der Eigenverbrauch – bei den Ruhstorfer Industriebetrieben noch deutlich höhere Verkaufs-Raten rund um den Globus: Unser Wohlstands- und Sozialsystem basiert auf nachhaltigen Absatzmärkten in zahlreiche Nachbar- und Partnerländer“, warnte Weber vor „unabsehbaren Konsequenzen, wenn die Grundidee vom vereinten Europa mit freiem Binnenmarkt durch nationale Bestrebungen in die Knie gehen“ würde.
„Die Bayern san scho Hundling“, bündelte der Fraktions-Vorsitzende vielfach in verschiedensten Landessprachen vernommene Kommentare seiner insgesamt 208 EVP-Mandatare aus 27 Nationen, die den Brüsseler Freistaats-Repräsentanten ein hohes Maß an Verlässlichkeit als wichtiger Charakter-Tugend zur Durchsetzung berechtigter Interessen“ bescheinigten. Exemplarisch dafür nannte Manfred Weber die „nach Bayern zurückgeholte Kompetenz für strittige Fragen der Gen-Technik, wobei letztlich stets EU-Kompromisse gefragt“ seien, relativierte der EVP-Fraktionsvorsitzende „Wünschenswertes und Durchsetzbares auch hinsichtlich agrarpolitischer (Grundsatz-)Fragen“.
TTIP-Fragen an Manfred Weber
Aussagekräftig, spannend, informativ: Nach 30 Minuten freier Rede „begegnete“ der Referent seinem Auditorium nicht nur musikalisch, sondern auch thematisch im direkten Einzel-, Gruppen- und PNP-Gespräch.
Was bringt das heißdiskutierte Freihandels-Abkommen auf nationaler und reginoaler Ebene?
In der Wirtschaft gilt heutzutage längst das (ungeschriebene) Gesetz des Stärkeren: Mit einem Prozent der Weltbevölkerung zählt Deutschland dabei zu den Kleinen. EU und USA zusammen stemmen jedoch 50 Prozent der Weltwirtschaft von morgen. Der größte deutsche Smartphone-Anbieter bringt es gerademal auf 150 Millionen Kunden, China-Mobile auf 750 Millionen und dort gibt es noch zwei weitere fast gleichgroßen Umfangs. Darüber hinaus bietet TTIP etwa auch dem stark exportorientierten Wirtschaftsstandort Ruhstorf neue (Absatz-)Märkte. Wer technologisch und wirtschaftlich in der globalen Welt von morgen bestehen will, braucht starke Partner.
Verbraucherschützer befürchten durch das Abkommen gentechnisch veränderte Lebensmittel!
Dabei stößt Amerika auf glatte Ablehnung. Europa versucht im Gegenzug, durch TTIP die hohen europäischen Lebensmittel-Standards vertraglich zu verankern und durchzusetzen. Damit würden bayerische Lebensmittelveredler wie Molkereien und Brauereien einen bislang nur beschränkt zugänglichen starken Markt in den Staaten finden.
Gibt es begründete Sorge zur kolportierten Privatisierung der Wasserversorgung?
Entgegen geschürter Angst bleibt das bislang festgeschriebene EU-Recht, dass keine Kommune zur Trinkwasser-Privatisierung verpflichtet werden kann, unverändert erhalten. Sämtliche TTIP-Vereinbarungen müssen darüber hinaus neben dem EU-Parlament von allen 28 Mitgliedsstaaten einzeln gebilligt werden. Das Freihandels-Abkommen eröffnet daher letztlich Chancen, verhindert Risiken und stärkt Europa im globalen Markt, der nationalen Einzel-Kämpfern im wahrsten Sinne Grenzen setzt. – nö

Überraschungs-Auftritt bei den traditionellen „Ruhstorfer Begegnungen“ im Autohaus Schuster: In Jugendjahren Bandmitglied einer gefragten Kelheimer Tanzkapelle, verstärkte MdEP Manfred Weber (l.) die „Grenzlandler Musi“ gekonnt als „Leasing-Gitarrist“. Von rechts Alois und Simon Kollmeier mit Johanna Freudenstein. – Fotos: Nöbauer

Ein Geschichtsbuch informiert MDEP Manfred Weber (M.) künftig über die hiesige „Heimat an Rott und Inn“. Von links Bürgermeister Andreas Jakob mit Gastgeber Gerhard Schuster und CSU-Ortsvorsitzender Roswitha Nöbauer, rechts Marktrat Jürgen Schuster mit Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer sowie stv. Landrätin Gerlinde Kaupa.

Grenz- und Flüchtlingsfragen erörterte der Brüsseler EU-Parlamentarier Weber auch gegenüber Dominik Pötter (l.) sowie Florian Mörtlbauer (r.) von der jüngeren Generation.