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2014

Ab in den Süden: Markt-CSU auf Capri

Informative Kultur-Tour: Amalfi-Küste, Neapel und Pompeij faszinierende Höhepunkte

Ruhstorf.
Schon seit der Antike schwärmerisch besungen und literarisch verklärt, in der Gegenwart als schier überquellende Tourismus-Region speziell von Japanern und Amerikanern hoch begehrt – ganz Europa sowie neuerdings auch Australien inklusive: Die Sonnen-Insel Capri und pittoreske Amalfi-Küste fasziniert weltweit wahre Heerscharen begeisterter Besucher – darunter letzte Woche auch ein voll besetzter Reisebus des Ruhstorfer CSU-Ortsverbandes.
Erzählte schon Homer vor rund drei Jahrtausenden in epischen Versen von den legendären „Sirenen“ als weiblichen Fabelwesen der griechischen Mythologie, die mit ihrem betörenden Gesang vorüberfahrenden Seeleuten wie beispielsweise Odysseus anlockten, um sie später arglistig zu töten, so bezog die Ruhstorfer Markt-CSU „sterneträchtige“ (Hotel-)Logis ausgerechnet oberhalb wuchtiger Tuffstein-Klippen von Sorrent, dessen ursprünglicher (Stadt-)Name direkt auf den griechischen „Seirenes“ (Sirenen) gründet.
Prächtige Vegetation mit duftenden Zitronen-Hainen und Wildkräutern, begünstigt durch subtropisches Klima mit guten 35 (Hitze-)Graden im Schatten und gleichermaßen schweißtreibender Luftfeuchtigkeit von nahezu 90 Prozent: Unterlagen schon zu Lebzeiten Christi die römischen Kaiser Tiberius und Augustus dem unvergleichlichen Zauber der „Götter-Insel“ Capri, so kamen gleichermaßen die Rottaler Gäste, darunter auch Ruhstorfs zweiter Bürgermeister Markus Lindmeier (Sulzbach), Pockings Altbürgermeister Josef Jakob sowie Kreisrat Hans Danner (Niederreutern) aus dem Schwärmen, Staunen und Bewundern während einer unvergesslichen „Insel-Umrundung in bewegter Klippen-Brandung“ kaum noch heraus. Noch mehr als die weltberühmte „blaue“ faszinierte dabei die „Smaragd“-Grotte durch geheimnisvolle Lichtspiegelungen, hervorgerufen durch leuchtende Sonnenreflexe auf weißem Kalkgestein.
Schon auf der Anreise erkundete die Ruhstorfer Markt-CSU unter Regie von Ortsvorsitzender Roswitha Nöbauer die musealen Schätze und architektonischen Juwele Neapels ebenso wie katastrophale Relikte der Camorra-gesteuerten Mühlentsorgung: Unrat und Dreck an Straßenrändern praktisch auf Schritt und Tritt.
Über der malerischen Bucht von Neapel fiel der Blick indes auf den „schlafenden (Vulkan-)riesen“ Vesuv. Nach dessen urplötzlicher Explosion im August 79 nach Christus von ursprünglich gut 3000 auf nunmehr knapp 1300 Meter „geschrumpft“, ließ die „mörderische Feuerwalze“ aus 400 Grad heißer Lava und Asche samt giftiger Gase ganz Pompeij über sieben Meter hoch unter einer „pyroplastischen (Bimsstein-)Masse“ versinken – buchstäblich ein „lebendiges Begräbnis“ für rund 4000 Stadtbewohner, zugleich aber auch für zwischenzeitlich wieder ausgegrabene Tempel und Theater, Tavernen und Bordelle sowie luxuriöse Villen, deren „dionysische Fresken“ Betrachtern heute noch nachhaltige Eindrücke von Prunk, Pomp und zügelloser Prasserei bereits zur Zeitenwende vermitteln.
Auf einer der weltweit schönsten Panorama-Routen öffneten hunderte Haarnadel-Kurven entlang der pittoresken Amalfi-Küste immer wieder von hoch droben dem Blickwinkel auf Häuschen, Strässchen, Plätzchen und sogar Friedhöfchen weit drunten auf Meeres-Niveau – eine kommunale Infrastruktur im Streichholzschachtel-Format. Kein Wunder daher, dass Komponist Richard Wagner schon vor eineinhalb Jahrhunderten in Ravello die „Zaubergärten des Klingsör“ für sein Bühnenwerk „Parsifal“ entdeckte – die Ruhstorfer Markt-CSU hingegen unter der Majolica-gekachelten Domkuppel von „Sant‘ Andrea di Amalfi“ die Reliquien des Heiligen. Ging die Kultur-Tour heuer rund 1500 Kilometer „ab in den tropisch-heißen Süden“, so lautet die nächstjährige Devise voraussichtlich „Zieht euch wärmer an“ für den höheren Nordwesten Europas. – nö

 

Zeugnis ruhmreicher Vergangenheit: Die barockverkleidete Kathedrale von Amalfi romanischen Ursprungs (Hintergrund): Davor die Ruhstorfer CSU-Delegation mit (vorne v.l.) Ortsvorsitzender Roswitha Nöbauer sowie zweitem Bürgermeister Markus Lindmeier. – Foto: Nöbauer